Idomeneo

[Alle schmerzbewegt ab.]

ein musikalisch-szenisches Pasticcio über König Idomeneo

 

Alle Kreter lügen! Oder doch nicht? Einer jedenfalls, der König Idomeneo, plagt sich damit, dass er einer furchtbaren Wahrheit in die Augen sehen muss. Er hat seinen Sohn dem Meeresgott Poseidon als Opfer versprochen, um selber aus einem Meeressturm gerettet zu werden. Dummerweise sind gleich zwei Frauen scharf auf diesen Sohn: Ilia und Elektra. Das bringt eine Menge Verwirrung hervor, die verschärft wird durch ein Meermonster, das nur darauf wartet, lügende Kreter zu vertilgen.

 

Mit vier Gymnasien aus Garminsch-Patenkirchen und Umgebung entstand 2005/06 ein Response-Projekt zu Mozarts Idomeneo, das während des Richard-Strauss-Festivals 2006 aufgeführt wurde. Teilnehmen konnten je circa 25 Schüler*innen dieser Schulen und vier Gesangsstudent*innen der Universität der Künste Berlin. 

In vorbereitenden Workshops lernten die Teilnehmer*innen durch die Methode der „Szenischen Interpretation von Musiktheater“ spielend die Oper kennen.  Das Werk wurde in vier Story-Lines zerlegt, die sich an den Figuren orientierten. Die Gefühlswelt von Idomeneo, Idamante, Ilia und Elektra bildete so das Gerüst, an denen sich die Story-Lines entwickeln konnten. Jede Gruppe sollte sich mit einer Line beschäftigen und zwei Exposés dazu ausarbeiten.

Schließlich wurden die Arbeiten der vier Gruppen und vier Sänger zu einer Aufführung zusammen gefügt. Übergänge zwischen den Szenen und die Einbindung der SängerInnen ins Bühnengeschehen mussten geschaffen werden.

 

Idee und Regie: Rainer O. Brinkmann

Co-Regie: Ursula Cadenbach

 

ML: Ulrike Sosa